Europäische Nachhaltigkeitsgesetzgebung funktioniert in Form von Richtlinien. Eine Richtlinie legt ein Ziel und einen Rahmen fest, wird aber erst verbindlich, sobald ein Mitgliedstaat sie in nationales Recht umsetzt. Österreich tut dies über eigene Gesetzgebungsprozesse, mit eigenen Ministerien, eigenen Konsultationsrunden und einem eigenen Tempo. Zwischen dem europäischen Text und dem österreichischen Gesetz liegt also eine Übersetzungsleistung, und in dieser Übersetzungsleistung werden Entscheidungen getroffen: über den Anwendungsbereich, darüber, wer wofür verantwortlich ist, darüber, wie die Aufsicht gestaltet wird, und darüber, welche Übergangsregeln gelten.
Das ist der Kern der Erklärung, warum eine europäische Regel in Österreich anders aussehen kann als im Text der Richtlinie selbst. Nicht weil Österreich die Regel ignoriert, sondern weil die nationale Umsetzung nun einmal ein eigenes Dokument ist, mit einer eigenen Nummerierung und einer eigenen Auslegung von Begriffen, die in der Richtlinie bewusst offen gelassen wurden.
Es gibt einige Stellen, an denen die nationale Umsetzung strukturell einen Unterschied macht, auch wenn die Absicht des europäischen Gesetzgebers überall dieselbe ist.
Keiner dieser Mechanismen ist einzigartig für Österreich. Dasselbe Muster lässt sich erkennen in der Art, wie Tschechien von der europäischen Linie abweicht, und in der Art, wie Portugal die europäische Linie in eigenes Recht übersetzt. Die Richtlinie ist dieselbe, die nationale Ausarbeitung nicht.
Die Folge ist, dass die Frage „fällt mein Unternehmen unter diese Verpflichtung“ niemals allein mit dem europäischen Text zu beantworten ist. Es ist immer eine zweite Ebene nötig: der nationale Aufsatz, der auf die europäische Basis gelegt wurde. Für Österreich bedeutet das, dass der aktuelle Gesetzestext und die zugehörigen Durchführungsregeln die einzige verlässliche Quelle für Schwellenwerte, Fristen und Aufsichtsdetails sind. Diese Seite beschreibt den Mechanismus, durch den Abweichung entsteht, nicht die aktuellen Zahlen, denn diese ändern sich und stehen zudem nicht fest, bevor die nationale Gesetzgebung abgeschlossen oder geändert ist.
Dieses Muster nationaler Aufsätze ist auch gut zu erkennen, wenn Sie es mit einem Land vergleichen, in dem die europäische Basis dieselbe ist, die nationale Ausarbeitung jedoch ausführlich dokumentiert ist, wie zu sehen in welche nationalen Aufsätze in Deutschland gelten und in welche nationalen Aufsätze in Frankreich gelten. Wer in mehreren Ländern aktiv ist, muss also pro Land erneut feststellen, wo der nationale Aufsatz liegt, und darf nicht annehmen, dass eine in einem Land festgelegte Verpflichtung automatisch in gleicher Weise im anderen Land gilt.
Für einen Vorstand, CFO, General Counsel oder internen Auditor bedeutet dies, dass die erste Frage nicht ist „was sagt die europäische Richtlinie“, sondern „was hat Österreich daraus gemacht, und welcher Teil der Organisation ist davon konkret betroffen“. Das hängt unter anderem vom Sektor ab: die Art, wie Nachhaltigkeitsverpflichtungen sich niederschlagen in beispielsweise den ESG-Regeln, die für den Bau gelten, unterscheidet sich von der Art, wie sich das auswirkt in den ESG-Regeln, die für die Installationsbranche gelten, und diese sektoralen Unterschiede kommen zu den nationalen Unterschieden hinzu. Die Compliance Check soll diese beiden Ebenen, europäisch und national, pro Verpflichtung voneinander trennen und einem Verantwortlichen zuweisen, mit Nachweis und einem Control, sodass ein Vorstand nachweisen kann, dass er den Überblick hat, statt den Überblick behaupten zu müssen.
Das Tool, das diesen Überblick aufbaut, befindet sich im Aufbau. Wer jetzt schon wissen möchte, wie das für die eigene Situation funktioniert, kann sich für die Warteliste anmelden.
Sobald klar ist, welche Verpflichtungen gelten und wer dafür verantwortlich ist, entsteht eine zweite Frage: wie viel von der daraus folgenden Arbeit sich automatisieren lässt. Berichtssammlung, Prüfung von Nachweisen und die Pflege eines Control-Registers sind Aufgaben, die sich gut aufteilen lassen. Der Werkscan von FTE TO AI berechnet pro Aufgabe, welcher Teil dieser Arbeit von KI übernommen werden kann, sodass sichtbar wird, wo Personalstunden nötig bleiben und wo sich wiederholbare Arbeit abnehmen lässt.
Vraag maar welke verplichting op u van toepassing is, en waaraan u dat kunt aantonen.
Answers come from this site’s knowledge base. Not tailored advice, and not a scan of your company.