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Welchen ESG-Regeln unterliegt die Unternehmensdienstleistung?

Eine Branche, die selbst oft kein Produkt herstellt, aber mitten in der Kette steht

Unternehmensdienstleistung ist ein Sammelbegriff für Anwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfer, Berater, Ingenieurbüros, Zeitarbeitsunternehmen, Marketingagenturen und vergleichbare Parteien, die Wissen und Arbeit liefern, kein physisches Produkt. Das macht die Branche in sich divers: ein großes Beratungsunternehmen mit Niederlassungen in mehreren Ländern hat eine andere Exposition als ein selbstständiger Berater mit einer Handvoll Auftraggebern. Was die Branche jedoch gemeinsam hat, ist die Position in der Kette. Unternehmensdienstleister arbeiten häufig für größere Kunden, die selbst unter Berichtspflichten fallen, und diese Kunden geben Informationsanfragen weiter: über die eigene Umweltauswirkung, über Arbeitsbedingungen, über Governance. Ein Teil des Drucks auf diese Branche kommt also nicht von der eigenen Größe, sondern von dem, was Auftraggeber über ihre Zulieferer und Dienstleister nachweisen müssen.

Warum die eigene Position in der Kette entscheidend ist

Ob ein Unternehmensdienstleister selbst berichtspflichtig ist, hängt von bekannten Variablen ab: Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme, Börsennotierung und ob das Unternehmen Teil einer Gruppe ist, die auf konsolidierter Ebene bereits berichtet. Ein Büro, das für sich genommen klein ist, aber Teil einer internationalen Organisation, kann trotzdem in die Gruppenberichterstattung der Mutter einbezogen werden. Daneben gibt es die Frage, die viele Dienstleister unterschätzen: was der Kunde verlangt. Ein mittelgroßes Beratungs- oder Ingenieurbüro, das für einige wenige große, berichtspflichtige Auftraggeber arbeitet, erhält Fragebögen zu CO2, Arbeitsbedingungen und Integrität innerhalb der eigenen Betriebsführung, auch wenn für das Büro selbst keine gesetzliche Pflicht besteht. Dieser vertragliche Druck wirkt in der Praxis manchmal strenger als das Gesetz, weil ein Auftraggeber eigene Standards festlegen kann, die über das gesetzliche Minimum hinausgehen.

Der nationale Zusatz als wiederkehrendes Problem

Die europäische Grundlage ist für alle in der Branche gleich, aber die Art und Weise, wie Länder diese Grundlage in nationale Gesetzgebung umsetzen, unterscheidet sich, und dieser Unterschied wird strukturell unterschätzt. Schwellenwerte für die Berichtspflicht, die genaue Definition einer Gruppe, die Rolle der Aufsichtsbehörden und die Sanktionen bei Nichteinhaltung: das ist von Land zu Land unterschiedlich, auch wenn es sich um dieselbe europäische Regel handelt. Für einen Dienstleister mit Niederlassungen oder Tochtergesellschaften in mehreren Ländern bedeutet dies, dass die Verpflichtung pro Niederlassung anders ausfallen kann, während die Geschäftsführung von einer Zentrale aus gesteuert wird. Wer davon ausgeht, dass die Regel überall gleich funktioniert, weil die europäische Richtlinie denselben Namen trägt, verpasst oft genau den Punkt, an dem der nationale Gesetzgeber eine eigene Grenze gezogen hat.

Was dies anders macht als bei einem Produktionsunternehmen

Bei einem Produktionsunternehmen liegt der Schwerpunkt häufig auf physischer Auswirkung: Emissionen, Materialverbrauch, Abfall. Bei der Unternehmensdienstleistung liegt der Schwerpunkt eher auf Governance, Arbeitsbedingungen und der Art und Weise, wie das Unternehmen mit Interessenkonflikten, Datenverarbeitung und den eigenen Zulieferern umgeht, etwa IT-Dienstleistungen oder Facility-Partnern. Dieser Unterschied in der Gewichtung zeigt sich in vergleichbaren Branchenanalysen: die Fragen, die bei ESG-Verpflichtungen in der IKT-Branche eine Rolle spielen, liegen nahe an denen von Beratungsunternehmen, weil auch dort Wissen und Systeme das Produkt sind statt eines physischen Gutes. Bei ESG-Verpflichtungen im Finanzdienstleistungssektor spielt zudem eine zusätzliche Aufsichtsebene eine Rolle, was zeigt, dass die Art der Dienstleistung selbst mitbestimmt, welche Regeln zur Anwendung kommen, neben den üblichen Größenkriterien. Und bei Branchen mit einer physischen Komponente, wie ESG-Verpflichtungen im Agrarsektor, liegt der Schwerpunkt wiederum anders, was unterstreicht, dass es keine einheitliche Checkliste gibt, die für jede Branche gleich funktioniert.

Nach Nachweisen fragen ist nicht dasselbe wie eine Regel zu kennen

Den Namen einer Richtlinie zu kennen, reicht nicht aus, um nachweislich in Kontrolle zu sein. Für einen Vorstand, CFO oder General Counsel zählt letztlich, ob jemand zeigen kann, welche Verpflichtung anwendbar ist, wer innerhalb der Organisation dafür verantwortlich ist, welcher Nachweis vorliegt und welche Kontrolle dafür sorgt, dass dieser Nachweis aktuell bleibt. Das gilt für eine Anwaltskanzlei ebenso wie für ein Beratungsunternehmen oder ein Zeitarbeitsunternehmen. Wo die genauen Schwellenwerte und Fristen liegen, ändert sich regelmäßig und unterscheidet sich von Land zu Land; der aktuelle Text der anwendbaren Gesetzgebung ist die Stelle, an der man dies verifiziert, nicht eine feste Liste, die mit der Zeit veraltet.

Wo der Compliance Check ins Bild passt

Der Compliance Check ist dafür gedacht, diesen Schritt zu gehen: nicht noch eine Erklärung dessen, was eine Richtlinie bedeutet, sondern ein Überblick darüber, welche Verpflichtungen für diese spezifische Organisation relevant sind, mit pro Verpflichtung einem Verantwortlichen, dem zugehörigen Nachweis und der Kontrolle, die belegt, dass der Nachweis aktuell ist. Für Unternehmensdienstleister, die sowohl eigene Verpflichtungen als auch Fragen von Auftraggebern beantworten müssen, ist diese Unterscheidung häufig das fehlende Puzzlestück. Das Tool, das diesen Überblick erstellt, befindet sich im Aufbau; wer dies nutzen möchte, sobald es verfügbar ist, kann sich für die Warteliste anmelden.

Die Frage, die oft danach kommt

Sobald klar ist, welche Verpflichtungen gelten und wer welchen Nachweis liefern muss, folgt bei vielen Organisationen in der Unternehmensdienstleistung eine andere Frage: wie viel der Arbeit, die nötig ist, um diesen Nachweis zu sammeln und zu pflegen, sich automatisieren lässt. Das ist eine andere Frage als die, welche Regel gilt, und diese Frage beantwortet der Werkscan von FTE TO AI: er berechnet pro Aufgabe, welcher Teil der Arbeit von KI übernommen werden kann, sodass klar wird, wo Menschen weiterhin gebraucht werden und wo sich wiederholbare Arbeit verschiebt.

Alpha 60de assistent van de Compliance Check

Vraag maar welke verplichting op u van toepassing is, en waaraan u dat kunt aantonen.

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